Ursächlich für Ihr Schuppenproblem ist ein winziger Mikroorganismus, der auf Ihrer Kopfhaut vorkommt - Malassezia furfur. In einem ausgewogenen Gleichgewicht kommt er auf unser aller Köpfen vor. Jedoch vermehrt er sich unter bestimmten Voraussetzungen übermäßig und reizt die Haut. Die Folge ist eine Entzündung, die sich mit Schuppen und Juckreiz bemerkbar machen kann. Eine sehr starke Ausbreitung von Malassezia furfur kann sogar zu einer seborrhoischen Dermatitis führen: Die Haut ist gerötet und entzündet und produziert so noch größere, fettige Schuppen.
hormonelle Umstellungen
Klima-Einflüsse
Alkohol
Stress
Die Talgdrüsen in Ihrer Kopfhaut werden durch Androgene (männliche Hormone) beeinflusst. Diese Hormone wirken auf die Zusammensetzung des Hautfetts ein. Androgene steigern die Produktion der Lipide (Hautfette), die das Wachstum des Hefe-Pilzes Malassezia furfur begünstigen. Deshalb spielen sie bei der Schuppen-Bildung eine besondere Rolle. Vor der Pubertät, wenn hormonelle Einflüsse noch gering sind, kommen Schuppen daher kaum vor.
Abgesehen davon, das Sie z. B. bei Wärme schwitzen, übt das Wetter auch direkten Einfluss auf den Feuchtigkeitsgehalt Ihrer Haut aus - über die Luftfeuchtigkeit. Je feuchter die Luft ist, desto weniger Körperflüssigkeit kann Ihre Haut abgeben. Das könnte ein Grund dafür sein, dass Schuppen saisonal verstärkt auftreten.
Alkohol scheint sich besonders ungünstig auszuwirken. Er steht im Verdacht, sowohl Schuppen als auch die stärkere Form seborrhoische Dermatitis zu fördern. Gesicherte Forschungsergebnisse gibt es dazu allerdings noch nicht.
Auch Stress kommt als Schuppen-Ursache in Frage. Zwar gibt es viele Menschen, die trotz eines engen Terminplans und vieler Verpflichtungen von Schuppen verschont bleiben. Dennoch bleibt festzustellen, dass Stress - egal ob körperlich oder geistig - Ihr Immunsystem schwächen und so die Entstehung von Schuppen begünstigen kann.