Ihre Kopfhaut befindet sich in einem Prozess ständiger Erneuerung. Das Abschuppen "verbrauchter" Haut ist das sichtbare Zeichen dafür. Dabei werden fortwährend abgestorbene Zellen der Epidermis an der Kopfhaut-Oberfläche abgeschuppt. Normalerweise sind diese Zellen nicht sichtbar. Bei Menschen mit Schuppen verläuft dieser Prozess anders. Die Zellen werden auf der Kopfhaut vom hauteigenen Talg zu Hautflocken zusammen "geklebt", so dass sie sichtbar werden.
Sie kennen das: Zu den Schuppen gesellt sich lästiger, doch zunächst einmal harmloser Juckreiz. Und Sie fangen an - meist unbewusst - sich die Kopfhaut zu kratzen. Was nicht ohne Folgen bleibt, da intensives Kratzen zu Verletzungen der Kopfhaut führen kann.
Ursache des Juckreizes sind jedoch weder die Schuppen selbst, noch fettiges Haar, wie zuweilen behauptet wird. Vielmehr sind es Entzündungen in der Kopfhaut, die bei Ihnen einen Juckreiz auslösen.
Wenn Sie sehr stark von Schuppen und Juckreiz betroffen sind, haben Sie vermutlich auch eine gerötete Kopfhaut. Diese ist ein untrügliches Zeichen für eine fortgeschrittene Entzündung Ihrer Kopfhaut. Solche Entzündungen können an Orten entstehen, an denen sich viele Talgdrüsen befinden: z. B. auf der Kopfhaut, im Gesicht, am Hals und hinter den Ohren.
Treten diese Entzündungen in Verbindung mit Schuppen und Juckreiz auf, spricht die Medizin von seborrhoischer Dermatitis. Der Übergang zwischen Schuppen und einer krankhaften seborrhoischer Dermatitis ist fließend.